Erweiterung SOLVIS Lager

Erweiterung der SOLVIS Nullemissionsfabrik um ein Lagergebäude in Braunschweig an der Grotrian Steinweg Strasse

Konzept

Ganz + Riecks konzipierten den Erweiterungsbau, der sich an den bestehenden Lager- und Logistikflächen orientiert. Rückgrat des Bestands blieb der „Solvis-Weg“, mit den in Gebäudelängsrichtung begleitenden Massivbauwänden. Für die Erweiterung als offene Halle lösten die Architekten die für das außenliegende Tragwerk wichtigen zentralen Wände in Verlängerung des Wegs in ein Stützensystem auf. Dadurch entstand eine weitgehend freie und flexible Logistikfläche. Gleichzeitig nahm Solvis eine neue automatisierte Kollektorproduktion mit Robotertechnik in Betrieb. Die Verkehrswege sowie die Längserschließung der Gebäudetechnik befinden sich im mittig gelegenen Bereich der Erweiterung; der Aufbau von Dach und Gebäudehülle entspricht dem des ersten Bauabschnitts.

Eine Besonderheit stellen die im Hallenboden versenkbaren Flächen dar, die eine ebenerdige LKW-Beladung ermöglichen. Zur Gewährleistung weitestgehender Variabilität wurden vier Hubbühnen installiert, die sowohl eine Rampenentladung zulassen indem sie um das jeweils notwendige Mass abgesenkt werden, als auch eine ebenengleiche. Seitens des Bauherrn gab es die besondere Anforderung, dass die Nutzflächenerweiterung ohne eigene Energieversorgung auskommen sollte. Folglich sahen die Planer eine Versorgung über das vorhandene Blockheizkraftwerk vor und legten den Anbau zugleich darauf aus, optional im Rahmen des geplanten Wachstumprozesses auch Fertigungsanlagen zur Energieversorgung nutzen zu können. Zudem realisierten sie einen hochwärmegedämmten Langzeitspeicher mit einem Fassungsvermögen von 100.000 Litern Wasser. Dort werden die Wärmeerträgen der thermischen Solaranlagen sowie der BHKW-Nutzung im Sommer zur Eigenstromerzeugung jahreszeitlich gepuffert und in den Übergangsmonaten zur Wärmeversorgung des Hauses bereitgestellt.